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hier werde ich nach und nach (kurz)geschichten, gedichte und anderen literarischen krimskrams veröffentlichen..sofern mich die muse denn packt und ich mal wieder was neues schreibe..denn die erste geschichte die ich veröffentlichen will ist schon etwas älter...and here we go:

die verführung.

1

es war ein ungewöhnlich schwüler sommernachmittag und ich hatte mich an die kleine uferböschung, ganz versteckt hinter hohem schilf, zurückgezogen. schon in meiner kindheit war sie mein zufluchtsort gewesen. hier gibt es nur mich, das rauschen der wellen, das murmeln des windes und das kreischen der möwen auf der suche nach etwas essbarem.

und diesen unglaublichen salzgeruch.

ich schloss meine augen um den wellen zu lauschen und fiel in einen dämmrigen schlaf. das wasser rauschte und die wellen schlugen mir bis an die füße. sie umspielten sie und stahlen jedesmal ein wenig mehr sand unter ihnen fort. die möwen hatten aufgehört zu rufen und der wind legte sich bis nur noch ein leises säuseln übrig war, als würde er mir nur noch leise zuflüstern. doch näheres blieb mir verborgen, da ich alles nur wie durch einen schleier wahrzunehmen schien, als wäre ich in meinem trägen, schläfrigen zustand gefangen.

ich konnte spüren wie jemand neben mich trat und vorsichtig mein gesicht berührte. zaghaft und mit kühlen händen, wie gerade dem wasser entstiegen. ich hörte eine angenehm dunkle stimme wort flüstern, konnte sie aber nicht deutlich verstehen.

dann. ein sanfter kuss.

das wasser rauschte und war wieder still, die möwen schrien wieder. schlagartig öffnete ich meine augen. ein sanfter wind wehte und spielte mit meinen haaren, und als ich mich umsah konnte ich niemanden sehen. nur ein paar möwen am horizont und spuren im sand die aus und wieder zurück in das wasser führten. erschrocken sprang ich auf und rannte nach hause.

seitdem befällt mich, jedesmal wenn ich an diesen kalten kuss denke eine unerklärliche sehnsucht. meine gedanken finden keine ruhe mehr und es scheint als würde das meer meinen namen rufen. es ist als wäre ich verhext.

und dann eines tages wird meine unruhe so groß, das ich mich auf den weg zurück dorthin mache. trotz dunklem himmel und donner in der ferne. dann stehe ich dort. der wind schreit regelrecht und ich muss mein gesicht mit meinen händen abschirmen um keinen sand in die augen zu bekommen. die wellen schlagen so hoch, das die kleine uferböschung völlig überspült wurde. der himmel hat sich bereits tiefschwarz gefärbt und es beginnt zu regnen. zitternd stehe ich nun dort und starre auf das meer. ich weiß nicht was ich hier tue oder worauf ich warte. nur meine sehnsucht lässt keine rückkehr zu. und plötzlich bemerke ich, das die wellen eine gefährliche höhe angenommen haben. wie ein riesiges ungeheuer rollen sie auf mich zu und..

2

die sonne scheint wieder und die hitze des sommers ist zurückgekehrt. noch immer stehe ich da, meine arme schützend vor mir. doch alles ist ruhig, nicht eine winzige brise ist zu spüren und die hitze wird langsam unerträglich. langsam nehme ich meine arme herunter und blicke hinaus auf das meer. die wellen singen und ihr rauschen ist wie das atmen des meeres. mit jeder welle die meine zehen berühren, werden meine gedanken klarer. meine sehnsucht. mein verlangen. plötzlich weiß ich es ganz genau. ich lächle.

und nur ein paar meter von mir entfernt kann ich ihn sehen. mit seinen schwarzen haaren und seiner blassen haut ist er fast nicht vom wasser zu unterscheiden. seine grün-blauen augen haben trotz ihrer oberflächlichen kälte ein angenehm warmes, inneres leuchten. auch er lächelt. es ist ein sanftes lächeln, aber es liegt etwas forderndes in ihm. wasser tropft aus seinen haaren und von seinem körper, während er auf mich zukommt. vorsichtig berührt er mein gesicht. seine hände angenehm kühl und ich spüre die letzten paar wassertropfen meine wange hinunterrollen.

er sieht mir tief in die augen und  mit seiner dunklen stimme verkündet er: "du bist mein und ich bin dein." und mit unserem zweitem kuss sind wir für immer aneinander gebunden. mit diesen worten beugte er sich nach unten un küsste mich. seine lippen sind weich und schmecken nach salz. ich kann und will mich nicht dagegen wehren.

"ich bin dein und du bist mein. bis in alle ewigkeit." murmel ich und sinke in seine arme. und während ich mich an seine kühle haut schmiege trägt er mich langsam in das meer hinaus.

3

das große unwetter hatte nur ein opfer gefordert.

ein fischer hatte sie in einem seiner netze gefunden. ihr schlanker körper schien so zerbrechlich, ihre haut blass und durchsichtig und ihre rabenschwarzen haare schwebten um ihr gesicht mit den wie ihm schlaf geschlossenen augen.

auf ihren lippen aber liegt ein glückliches lächeln.



..und lass dich von mir entführen.

ins wunderland.

hier laufen die uhren rückwärts oder auch nicht. je nachdem wonach ihnen ist.

gedanken schweben durch den raum, nicht fassbar und sie verrinnen fast, bevor ich sie niederschreiben kann.

mein blog ist ein einziges sammelsurium halb verfolgter gedanken, lieblingsliedern, dichterischen anwandlungen und unsinn..

sollte es dir dennoch gefallen, lass dich von mir mitnehmen auf eine reise deren ziel ich selbst noch nicht kenne.

es kann sein das ich mich ablenken lasse:

von seifenblasen zum beispiel.

dem grünen gras.

oder der nachtigall die vor dem fenster so schön singt.

doch denke nicht das dies hier mein ganzes leben wiederspiegelt.

es sind nur fragmente. teile die zu zeigen ich bereit bin.

mehr nicht..